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Ihre erste Studioproduktion unterstützte Mickie Meuser, der zuvor das „Ärzte“-Album „Im Schattenreich der Ärzte“ produziert hatte. Er verpasste den noch rohen Demos mit seinem knüppelharten Soundmix den soliden Elektro-Stempel. Außerdem holten INVISIBLE LIMITS den Bochumer Gitarristen Jürgen Jaeger jun. ins Boot, der sie mit seinen schwebenden Gitarrensoun ds in den kommenden Jahren begleiten sollte. Das erste Album “Demand for Supply” erschien im Oktober 1987 und machte den typischen Stil von INVI- SIBLE LIMITS deutlich. Das Szenemagazin MARABO beschrieb die Musik seinerzeit so: “Eine Synthese aus bezaubernd-fragilen, bisweilen zuckersüßen Melodien und einpeitschenden Elektrorhythmen”(MARABO 10/87). Gleichzeitig startete die erste Live-Tour durch Deutschland, in deren Verlauf die Musiker aus reiner Lust am Song immer wieder Joy Divisions „Love will tear us apart“ als Zugabe spielte. Das kam so gut an, dass die LIMITS sich 1988 entschlossen, das gute Stück zu covern und als Maxi-Single zu veröffentlichen. Die Fachpresse und zahlreiche Radio-DJs badeten INVISIBLE LIMITS in Lobeshymnen, ihre Version von Joy Divisions “Love will tear us apart” wurde als “eine der interessantesten und schillernsten Scheiben der letzten Monate” und sogar als „einer der gelungensten Cover-Versionen der 80er Jahre bezeichnet“ (Fachblatt 11/88).
Ein Jahr später produzierte die Band ihr zweites Album zusammen mit dem slowenischen Produzenten Janez Krizaj, Mastermind und Stammproduzent der Gruppe Laibach. Es entstanden eine Reihe sorgfältig arrangierter Songs, noch immer mit melancholischem Unterton, aber eine Spur heller als ihre Vorgänger. Besonders zu nennen sind hier das legendäre „Golden Dreams“, „Kill me dearly“ und „No Doubts“. Natalie Wood und ihr letzter Film “Brainstorm” inspirierte Marion und Andreas zu dem Song „Nata- lie’s“; heute noch immer gern gehört in Europas Wave-Gothic-Tempeln.
Im Oktober 1989 erreichten INVISIBLE LIMITS mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums “A Conscious State” endgültig europaweiten Kult-Status in der Wave-Szene. In den SPEX-Indie-Charts kletterte “die definitive Sommerplatte des Winters 89/90” (Marabo 1/90) bis auf Platz 3 (Nov. 89). Und auch die britische Musikpresse nahm zum ersten Mal Notiz von den Deutschen, sprach von “high quality synth-o-pop” (SOUNDS 04/89) und feierte die “unwiderstehlich tanzbare Mischung aus New Order und Eurythmics” (Record Mirror 11/89).
Die „A Concious State“-Tour 1989/90 führte INVISIBLE LIMITS durch ganz Deutschland und erstmals ins europäische Ausland nach Dänemark, Holland, Spanien und in die Schweiz.
Besonders beeindruckend war die Blitztour durch Frankreich. Nach einem eindrucksvollen Tourstart in Grenoble spielten sie gleich drei Abende hintereinander in Paris, darunter auch im Szeneclub „La Locomotive“ – gleich neben dem legendären Mühlenrad des Moulin Rouge.
In Spanien fand sich das Album im März 1990 auf Platz 4 der Discotheken-Charts wieder. Die Band spielte in Tarragona und Valencia in ausverkauften Clubs, und in einer Großraumdicothek in Murcia sahen sie sich völlig unerwartet 4.000 Zuhörern gegenüber - „Golden Dreams“ und „Demand for Supply“ waren zu diesem Zeitpunkt in Spanien längst ein Hit. Bis heute sind die Stücke in Diskotheken zwischen Barcelona und Madrid zu hören.
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